Zwei Jahre lang mussten sich die Oldtimerfreunde in Enzweihingen gedulden, bis sie auf dem Gelände des alten Bahnhofs wieder dutzende alte Fahrzeuge zu Gesicht bekamen – vom Porsche bis zum Motorrad, vom Bulldog bis zum Auto. Das Warten hat sich allerdings gelohnt. Rund 200 Fahrzeuge wurden am Sonntag erwartet. Die Stimmung unter den Besitzern war ebenso gut wie auch bei den vielen Besucherinnen und Besuchern.

„Es ist alles ein bisschen neu hier“, erklärte Volker Blessing, Zweiter Vorsitzender der Oldtimerfreunde, die die Oldtimer-Ausstellung traditionell ausrichten. Früher waren sie noch in der Halle linkerhand des Geländes, seit vergangenem September haben sie am alten Bahnhof aber ihr neues Vereinsheim. „Wir haben es in Eigenleistung komplett umgebaut“, erzählte Blessing. Insofern sei es auch keine Frage gewesen, dass sie dieses Mal, quasi zum Neustart nach der coronabedingten Zwangspause, die Ausstellung rund um das Vereinsheim ansiedeln würden. „Das Schöne daran ist, dass es vom Gesamtgelände her so ziemlich im Zentrum liegt“, schilderte Blessing die Vorteile. In beide Richtungen war also viel Platz für die vielen Fahrzeuge, während die Besucher mittendrin Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein hatten. Für das leibliche Wohl hatten die Oldtimerfreunde natürlich gesorgt.

Auch wenn sich die Besitzer der Oldtimer für die Ausstellung nicht vorab anmelden mussten; erwartet wurden für den Sonntag etwa 200 Fahrzeuge, so Blessing. „Wir freuen uns über alle, die kommen“, so wie sie das früher schon gepflegt hätten. Man tauscht sich aus, besucht andere Vereine und hält den Kontakt. „Es sind schöne Raritäten da“, verriet er. Beispielsweise ein „wunderbarer T2“ VW-Bulli, Modelljahr 1968, mit 44 PS, dazu diverse Traktoren und Motorräder. „Wir sind nicht auf bestimmte Fahrzeuge spezialisiert“, erklärte Blessing. „Zu uns dürfen alle kommen.“ Ganz besonders natürlich auch die Besucher. Damit sie alle daran erinnert werden, dass die Oldtimer-Ausstellung wieder stattfindet, fuhren die Oldtimerfreunde Enzweihingen bereits am Samstag mit ihren eigenen Fahrzeugen wieder durch den Ort – als ein kleiner Appetizer für das große Treffen am Sonntag, zu dem die ersten Oldtimer-Besitzer schon recht früh anreisten. Kurz nach 10 Uhr waren sie schon da, also eine Stunde vor dem offiziellen Beginn. „Das ist aber normal“, verriet Blessing.

An diesem Sonntag war das Wetter zudem optimal für eine Ausfahrt mit einem Oldtimer. „Es ist nicht zu heiß und es regnet nicht.“ Regen und Hitze sei für Oldtimerfreunde nämlich nicht gerade ideal, erklärte Blessing. „Deshalb können wir uns heute auch auf ganz viele freuen.“ Die Mehrzahl der Oldtimer-Besitzer kam aus der näheren Umgebung, also aus einem Umkreis von etwa 20 bis 25 Kilometer. Blessing hat aber auch Fahrzeuge gesehen, die beispielsweise eine Esslinger Nummer haben. „Es kommen immer wieder auch Entfernte zu uns“, sagte er. „Die machen dann große Touren“ und fahren an einem Tag gleich verschiedene solcher Oldtimer-Treffen an. Am Sonntag beispielsweise war nicht allzu weit entfernt – in Engelsbrand im Enzkreis – eine ähnliche Veranstaltung.

Unter den Besitzern waren viele Gäste, die regelmäßig mit ihren Oldtimern in Enzweihingen vorbeischauen. „Die haben sich natürlich riesig gefreut, dass wir es dieses Jahr wieder machen konnten“, so Blessing. Aber auch neue Gesichter sehen sie hier immer wieder auf dem Gelände. Mancher von ihnen wird direkt akquiriert. „Ich habe inzwischen sieben Neumitglieder“, zeigte sich Blessing erfreut. „Das hat es glaube ich noch nie gegeben.“ Alleine deshalb hat sich der Neustart der Oldtimer-Ausstellung schon gelohnt. „Alle sind froh, dass es wieder losgeht und wir freuen uns, dass sie da sind.“

(Quelle: Vaihinger Kreiszeitung)

(Bilder: Erich Reimche)

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